Lust und Liebe - alles nur Chemie? | 
vergrössern | Autoren: Gabriele Froböse, Rolf Froböse Urheber: Gabriele Froböse, Rolf Froböse Verleger: Wiley-VCH
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Bewertung: 3 Rezensionen Verkaufsrang: 230675
Medium: Gebundene Ausgabe Ausgabe: 1 Seiten: 248 Versandgewicht: 1.1 Maße (innen): 8.7 x 5.7 x 1
ISBN: 3527308237 EAN: 9783527308231 ASIN: 3527308237
Publikation: Juni 15, 2004 Verfügbarkeit: Gewöhnlich versandfertig bei Amazon in 24 Stunden
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Lust und Liebe - alles nur Chemie? by Gabriele Froböse April 25, 2007 Petra Schale (Heidelberg, Germany) 9 aus 10 fanden die folgende Rezension hilfreich
Das mit Abstand wissenschaftlichste, aber dennoch überaus lesbare Buch stammt aus der Feder des Autoren- und Ehe-Paars Gabriele und Rolf Froböse. Lust und Liebe - alles nur Chemie? fragen die gelernten Chemiker. Ihr Buch beantwortet diese Frage so: Liebe und Lust ist "vielleicht nicht nur, aber ziemlich viel Chemie". Die gut 200 Seiten sind deshalb, wen wundert`s, fast durchgehend von Molekülen beherrscht. Sie dokumentieren, dass zwischen zwei Liebenden die Chemie stimmen muss, wörtlich genommen! Auch die Froböses schreiben viel über Gehirn und Hormone. Durch den Dschungel von Hirnstrukturen und Hormonen führen die Froböses den Leser mit Hilfe des virtuellen Liebespaares Bianca und Michael - leider wirkt diese Konstruktion ziemlich gestrickt. Warum haben sie sich nicht einfach ein "echtes" Paar ausgesucht. Die "bunten" Seiten der Tagespresse oder die "Gala" bietet doch dafür genug Material: Jan Ullrich verlässt seine Freundin Gabi, Schumi ist glücklich mit Conni und den Kindern, Hugh Grant sucht verzweifelt eine Neue... das hätte man doch richtig witzig schreiben können. Aber vielleicht hätten die Promis es gar nicht witzig gefunden, als Modelle für die Wirkung von Dopamin, Serotonin, Testosteron oder Oxytozin herzuhalten. Also lernen wir mit Bianca und Michael, dass Testosteron nicht nur die männliche Pubertät einläutet, sondern auch Häufigkeit und Qualität der Orgasmen beeinflusst. Oder dass Oxytozin nicht nur beim Kinderkriegen wichtig ist, sondern auch als Kuschelhormon und Langzeitkleber für Beziehungen unentbehrlich. Und dass Phenylethylamin - kurz PEA - ein Stoff ist, der die Seele jubeln lässt. Und dann ist da noch die Sache mit dem Serotonin. Die beiden Chemiker klären uns endlich auf, dass Serotonin gar kein Hormon, sondern ein Botenstoff ist! (Und ich dachte immer, Hormone seien Botenstoffe...). Serotonin gilt nämlich gemeinhin als Glücksbote. Fehlt er auf Dauer, sind Ängste und Depressionen die Folge. Dagegen hilft manchmal Schokolade, manchmal nur noch Medizin. Bei Kast und Fisher habe ich gelesen, dass heftige Verliebtheit mit niedrigen Serotoninspiegeln korrelliert. Verliebtheit macht doch glücklich, sollten Verknallte also nicht einen extrem hohen Serotoninspiegel haben? Die italienische Wissenschaftlerin Donatella Marazziti erklärt diesen scheinbaren Widerspruch so, dass Verliebte auf ihr Objekt der Begierde fixiert sind, wie bei einer Zwangsneurose. Auch Neurotiker haben zu wenig Serotonin im Blut. Verliebtsein macht also nicht nur glücklich, sondern auch ein bisschen verrückt - leidenschaftliche Verliebtheit und neurotisches Verhalten scheinen in dem Botenstoff einen gemeinsam Nenner zu haben. Wie kommt es, dass mich das nicht wirklich wundert? Im Gegensatz zu den Büchern von Fisher und Kast sucht man bei den Froböses vergeblich nach Erkenntnissen von Psychlogen oder Soziologen. Beide sind Chemiker - und so beschränken sie sich auf die Chemie und biologische Moleküle. Leider kommen sie dabei manchmal vom Weg ab. Fehl am Platze fand ich beispielsweise den Bericht über die Erstürmung des von tschetschenischen Terroristen besetzten Theaters in Moskau (synthetische Opiate sollten die Verbrecher lahm legen) und die mehrseitige Dokumentation über die Chemie des Lippenstiftes oder des Parfums. Witzig dagegen fand ich, wenn sich hier und da das Autoren-Ehe-Paar nicht einig war und Textstellen einstreute wie "der männliche Part des Autorenteams..." oder "die Autorin im Team..." Davon hätte es ruhig ein paar Stellen mehr geben dürfen.
Das Schmusehormon und andere Chemie Juli 21, 2004 12 aus 14 fanden die folgende Rezension hilfreich
Schon mal verliebt gewesen? Schon mal weiche Knie gehabt, wenn das Objekt der Begierde ins Zimmer kam? Haben Sie sich schon mal darüber Gedanken gemacht, woher das alles kommt? Gabriele und Rolf Froböse lassen in ihrem Buch keinen Zweifel darüber, dass alles, was wir als Lust und Liebe bezeichnen, nur Chemie ist und auf Botenstoffen, Hormonen und anderen körpereigenen Chemikalien beruht. In immenser Fleißarbeit haben die beiden alles zu dem Thema zusammengetragen, was dem neuesten Forschungsstand entspricht. Auch wenn es manchmal vielleicht ernüchternd sein mag, wissenswert ist es allemal, Dinge kennen zu lernen wie das Schmusehormon Oxytocin oder zu erfahren, dass ein Ehekrach das Immunsystem schwächt. Eine Frage allerdings bleibt für mich offen: Hat das Pärchen Bianca und Michael, die Hauptdarsteller des Buchs, kein Telefon und kein E-Mail, so dass es sechs Monate keinen Kontakt miteinander haben konnte?
Lust auf Lesen Juli 17, 2004 The 9 aus 15 fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein rundum gelungenes Buch über die "Chemie der Liebe" - unterhaltsam geschrieben und verständlich auf den Punkt gebracht. Absolut lesenswert.
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